Anna Jermolaewa

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Puppen aus den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts bilden eine bunt zusammengewürfelte Menschenmenge mit typisiertem Aussehen und maskenhaften Köpfen. Die Abbildung dieser anonymen Gesellschaft wird jenem Gebrauch zugeführt, der einst an unterschiedlichen touristischen Sightseeing-Punkten als beliebtes Fotomotiv diente: Den Kopf durch eine Öffnung im gemalten oder fotografierten Gesicht gesteckt, nahm der hinter der Pappwand stehende Akteur zum Beispiel die Gestalt einer berühmten Persönlichkeit an. Hier ergänzen unsere Gesichter anonyme Figuren, die im städtischen Alltag auftauchen und die Bedeutung des Davor und des Dahinter zu egalisieren scheinen.

Walter Seidl