Anna Jermolaewa

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Zuletzt sind einige Arbeiten entstanden, die sich mit den Unmengen von Müll beschäftigen, die in unterschiedlichsten Formen als unerwünschter Nebeneffekt unserer Verwertungszusammenhänge entstehen. »Trash« zeigt eine Mülltrennungsanlage in Frankfurt am Main, »O.T.« dokumentiert das rigorose Säubern sämtlicher unverkäuflicher Überreste eines bekannten Wiener Flohmarkts. In Jermolaewas Untersuchung des Umgangs der Gesellschaft mit ihren Abfällen wird eine globale Müllwirtschaft erkennbar. Die für die TRIENNALE LINZ entwickelte raumgreifende Foto- und Video-Arbeit Kloake zeigt die zentrale Müllsammelstelle von Mexiko City, der aktuell größten Stadt der Welt. In einem durch Zäune gesicherten weitläufigen Areal sind riesige Müllhalden aufgehäuft, die einer groben produktspezifischen Mülltrennung folgen. Auf dem Areal leben zahlreiche völlig verarmte Menschen, die sich dort Unterkünfte bauen und von den Abfällen der Stadt leben.

The theme of her latest work is the vast quantities of trash generated as an unintentional side effect of our economic cycle. Her eight-part work »Trash« features a waste separation plant in Frankfurt am Main, »Untitled« documents the unsentimental way unsaleable items are disposed of at a well-known Viennese flea market. From Jermolaeva’s photo research the outlines of a global trash economy are beginning to emerge. The spatially demanding photo and video work Cloaca developed for TRIENNALE LINZ deals with the central garbage collection point in Mexico City, currently the world’s largest city. It is a huge, fenced-in area dotted with mountains of trash that have been erected on the lines of crude productspecific waste separation. The area is peopled with the poorest of the poor, who live on this site in improvised lodgings and subsist on the city’s trash.

(Sandro Droschl)